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Pressekritik vom 30.04.2009:

Hilfe für Graf Dracula

Schüler der St. Anna Realschule treffen im Musical als Vampire und Vampirjäger aufeinander

STADTLOHN Schwarze Fledermäuse klebten an der Bühnenrückwand in der Aula der St. Anna Realschule. Davor ein geöffneter leerer Sarg voller Spinnweben. Ein zugehängter Spiegel vervollständigte neben dem Porträt von Graf Dracula die weiteren unheimlichen Zutaten auf der Bühne. Die Gestalten der Vampire um die Obervampirette Eufemia (Jana Liemann) verstärkten den gewollten Gruselfaktor des nur allzu bekannten Themas. Vampire hieß das Musical nach einem Stück von W. Michl, das die Schüler der Theater-AG unter der Leitung von Thomas Brieden und Winfried J.Waschk mit ganz eigenen Einfällen zur Humoreske ummodelten.

Große Vorbilder

Das reichlich erschienene Publikum hatte bei der Premiere offensichtlich mehr Spaß als Gruselgänsehaut. Aber auch die Schüler der neunten und zehnten Jahrgänge nahmen ihre Rollen nicht immer ganz so ernst, wie es nötig gewesen wäre. Waschk hatte als Souffleur alle Hände voll zu tun, während Brieden vom Eingang der Aula aus den richtigen Takt vorgab. Der Spaß am Zuschauen wurde dadurch jedoch nicht gemindert. Bewundernswert der Mut der rund 20 Schüler, ihre Rollen zu spielen und zu singen, wo doch jeder von ihnen die großen Vorbilder im Kopf hat.

Im Mittelpunkt des Stücks stand Graf Dracula (Marcel Te Vrügt). Eifersüchtig bewacht von Eufemia träumt er davon, durch den ehrlich gemeinten Kuss einer Jungfrau von seinem untoten Dasein erlöst zu werden zusammen mit der Schar der wild und bleich gestylten Vampire. Das Glück steht ihm zur Seite, denn die hübsche Sarah (Mareen Willemsen) und ihr Verlobter Alfred (Manuel Rensing) bitten um Aufnahme in das Schloss des Grafen, da ihre Kutsche mitten im Wald mit einem gebrochenen Rad liegen geblieben ist. Sarah verliebt sich in den smarten Grafen, während Eufemia sogar Appetit bekommt auf Alfred.

Bewaffnet mit Kreuzen

Umflattert von den blutdurstigen Vampiren, rettet Dracula seine Sarah, während Alfred durch den Biss von Eufemia selbst zum Vampir wird. Da tauchen die Vampirjäger auf, bewaffnet mit Kreuzen und Knoblauchzehen. Sie wollen Dracula töten und damit dem Vampirspuk ein Ende bereiten. Doch Sarah hat Mitleid mit ihm, küsst ihn und befreit alle Vampire von ihrem Fluch.
Mit viel Musik und einigen Tanzeinlagen erzählten die Akteure die Geschichte, die in einem Happy End mündete. Regina Frenker, stellvertretende Schulleiterin, bedankte sich mit Rosen, während das Publikum mit Applaus und Komplimenten überhaupt nicht sparsam umging. Weitere Aufführungen stellte Waschk in Aussicht, wenn die Klausuren vorbei sind. emk

Donnerstag, 30. April 2009 | Quelle: Münsterland Zeitung (Stadtlohn)